Abenteuer Amazonas: Slow Travelling im Dschungel

Abenteuer Amazonas: Slow Travelling im Dschungel

Der Amazonas ist der wasserreichste Fluss der Erde, nirgendwo auf der Erde gibt es mehr Tier- und Pflanzenarten als im Amazonas-Regenwald. Entdecke eine geheimnissvolle Welt, wo die Zeit stehengeblieben zu scheint und absolute Stille herrscht. Wir geben Tipps für einen Abenteuerurlaub

Reiseinspiration

Da will ich auch hin!

Tiefgrüner Dschungel wohin das Auge reicht, der Amazonas, der sich in seinen vielen Schattierungen durch den dichten Regenwald schlängelt, gefährliche Tiere wie Krokodile, Anaconda-Riesenschlangen, Pfeilgiftfrösche, Vogelspinnen und Jaguare, feuchte Hitze und: nichts als Stille. Das Amazonas-Becken ersteckt sich auf eine Fläche so groß wie die Entfernung zwischen Berlin und Bagdad, es umfasst neun Länder. Es ist der größte verbliebene Regenwaldblock der Erde.

Um genau zu sein, erwarten dich hier 40.000 Pflanzenarten, 427 Säugetierarten, 1.294 Vogelarten sowie über 3.000 Fischarten. Auch Menschen haben sich hier angesiedelt, vereinzelt, weitestgehend von der Zivilisation abgeschottet. 320 unterschiedliche indigene Völker gibt es hier, die „Caboclos“, sie leben in Hütten auf Stelzen am Flussufer, sehr traditionell.

Eine unübersichtliche Vielfalt der Wasserwege, mal hellbraun, mal dunkelbraun, mal beihnahe schwarz, münden in den Amazonas, beginnend im Westen in Peru, westwärts über 6.000 Kilometer wandernd. Schließlich schüttet sich der Amazonas in einem riesigen, fast 200 Kilometer breiten, sumpfigen Mündungsgebiet, einem Ästuardelta, in den Atlantik. Dabei passiert er wenige Städte, zu den größten Städten gehören Iquitos in Peru und Manaus in Brasilien.

Eco-Tourismus im Einklang mit der Natur

Ein Besuch im Amazonasbecken ist kein Wellnessurlaub und nichts für schwache Gemüter. Du musst schon auf Abenteuer und extreme Bedingungen stehen, musst die Hitze und die Stille aushalten können. Es gibt hier keine Luxus-Hotels mit all ihren Annehmlichkeiten, kaum Strom, kein Internet. Aber: Wenn du es aber mit dem Amazonas aufnimmst, wirst du unvergessliche Momente erleben. Du kennst vielleicht die Weite des Schwarzwaldes, doch erst im Amazonasdschungel wirst du erfahren, was Stille wirklich ist und wie sehr sich unser Leben von der Natur entfernt hat.

Die beste Reisezeit

Erst mal musst du entscheiden, ob du den Amazonas von Brasilien oder Peru aus erkunden willst. Durch die übrigen Länder des Amazonasgebietes fließen nur Neben- und Einflüsse. Dann solltest du dich für eine Jahreszeit entscheiden.Tropisches feucht-heißes Klima herrscht immer. Die beste Reisezeit ist Juli bis Dezember, denn da íst Trockenzeit angesagt – was nicht heißt, dass es nicht auch öfters mal regnet. Die Niederschlagsmenge ist zum Vergleich mit der Regenzeit aber niedrig. Die Tageshöchsttemperaturen liegen im ganzen Jahr meistens zwischen 30 °C und 40 °C, während nachts häufig Temperaturen zwischen 20 °C und 30 °C erreicht werden.

Tipps für eine Amazonas-Reise

Wir empfehlen dir, den Amazonas von der Hafenstadt und Dschungelmetropole Manaus in Brasilien aus zu erkunden. Vom Flughafen Manaus kommst du in 30 Minuten zum Hafen, überquerst den kilometerbreiten Amazonas in einem Schnellboot und kannst dabei noch den Meeting of Waters bestaunen: Dort fließt der dunkel gefärbte Nebenfluss Río Negro auf den sandbraunen Amazonas, die beiden Flüsse vereinen sich in einem interessanten Farbenspiel. Achtung: In Manaus sind einige Scharlatane am Start, die sich mit den besten Touren brüsten, aber vor allem kassieren. Zu empfehlen ist z.B. der Guide Amazon Tarzan – Die Guides holen dich am Flughafen ab und bringen dich in eine der Lodges am Rande des Amazonas. Diese Holzhütten auf Stelzen bieten dir zwar keinen Luxus, aber Jungle-Feeling vom Feinsten. Von dort aus kannst du Bootsfahrten auf den Seitenarmen des Amazonas unternehmen, Piranhas Fischen (und danach eine köstliche Piranha-Suppe genießen), pinkfarbene Flussdelfine sehen, eine Regenwald-Wanderung unternehmen und Kaimane verfolgen.

Mit dem Schiff über den Amazonas schippern

Eine andere Möglichkeit, den Amazonas kennenzulernen, bietet eine Schiffahrt: Schiffe fahren von Belém an der Atlantikküste Brasiliens über Manau bis nach Peru, Ursprungsland des Amazonas. Dafür solltest du aber etwas Zeit mitbringen und auch eine Hängematte: Einen Monat etwa dauert die Schiffahrt über den Amazonas. Oder aber du nimmst einen Amazonas-Dampfer von Manaus 1.500 Kilometer ostwärts nach Belén – das dauert nur fünf Tage.

Die Boote sind oft überfüllt und wenig komfortabel, auch Einheimische nutzen sie als Verkehrsmittel. Es sei dir ans Herz gelegt, dein eigenes Toilettenpapier mitzubringen. Um es dir so bequem wie möglich zu machen, solltest du deine Hängematte auf dem Oberdeck weit weg von den Motoren oder Toiletten anbringen. Am besten bist du ca. fünf Stunden vor Abfahrt da, um dir einen dieser besten Plätze zu ergattern. Manchmal sind auch günstige, recht enge und abschließbare Kabinen vorhanden.

Die Schiffskantine bietet warme Mahlzeiten, meist befindet sich eine Bar an Deck und fliegende Händler sorgen bei jedem Stopp für allerlei Kulinarisches. Während brasilianischer Samba den ganzen Tag (bisweilen auch die ganze Nacht) aus den Lautsprechern dröhnt, kannst du mit einem Bier in der Hand in deiner Hängematte chillen und die atemberaubende Amazonas-Landschaft an dir vorbeiziehen lassen – unvergessliche Sonnenuntergänge inklusive. Wann und wie die Schiffe fahren, erfährt man am zuverlässigsten direkt am Hafen von Manaus, wo du auch die Tickets kaufst.

Das solltest du für deinen Amazonas-Urlaub mitnehmen

Für welche Variante auch immer du dich entscheidest: Hier einige Tipps für deine Packliste

  • eine leichte lange Hose zum durch den Dschungel streifen
  • eine Taschenlampe
  • ein Moskitospray
  • ein Schutzmittel gegen Malaria (lasse dich vor deiner Reise auch wegen Impfungen beraten!)
  • ein Regencape
  • einen Sonnenhut und eine Sonnencréme.

So kommst du hin

Bester Ausgangspunkt für eine Amazonas-Reise ist Brasilien, genauer Fortaleza. Ab Frankfurt gibt es Direktflüge. Von Fortaleza kannst du nach Manaus weiterfliegen.

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