Ecuador Tipps: Exotische Natur, Surfparadies und koloniale Pracht

Ecuador Tipps: Exotische Natur, Surfparadies und koloniale Pracht

Ecuador ist ein Land der Extreme: Die geheimnisvolle Tierwelt der Galapagos-Inseln, weiße Pazifikstrände mit Surferwellen, Indianermärkte und koloniale Prachtbauten. Must-Sees für jeden Reisetyp gibt's hier in Anne-Kathrins persönlichem Reiseführer

Reiseinspiration

Da will ich auch hin!

Für Tierfreunde

Einen Besuch der berühmten Galapagos-Inseln sollte jeder, der Ecuador-Urlaub macht, einplanen. Die 121 Inseln erwachsen seit mindestens 3,9 Millionen aus feuerspuckenden Vulkanen und waren nie mit dem Festland verbunden. Alles Leben, das auf den Inseln entstand, geht auf ein Überlebenden in der Isolation zurück. Daher bieten die Galapagos-Inseln bis heute eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt, die dem berühmten Evolutionsforscher Charles Darwin den Schlüssel zu seiner Theorie der Natürlichen Selektion beziehungsweise der Entstehung der Arten lieferte. Ein paar Beispiele der Tiere, die man hier sehen kann: Der Albatros, der weltweit größte Flugvogel, die endemische Elefantenschildkröte, Seelöwen, Kormorane, Galapagos-Pinguine und viele, viele mehr.

Der Spaß ist jedoch nicht ganz billig: Mit 300 Dollar für den Hin- und Rückflug, zurzeit 120 Dollar Einreisegebühr sowie täglich 100 Dollar für das Boot, das euch zu den umliegenden Inseln bringt, sollte man rechnen. Eine günstigere Alternative ist ein Tagesausflug zur Isla de la Plata, dort sind beispielsweise die berühmten Blaufußtölpel oder Riesenschildkröten zu sehen (aus Puerto Lopez zum Beispiel ab 30 Dollar)

Für Vogelbeobachter

Im Nebelwald, nördlich der Hauptstadt Quito, treffen sich jährlich Vogelliebhaber, um solch exotische Arten wie Tukane, Tangaras, Kolibris oder Nonnenvögel zu sehen. Insgesamt beheimatet der Nebelwald rund 500 verschiedene Vogelarten. Ein guter Ausgangspunkt ist das Städtchen Mindo, von dem man auch andere Aktivitäten wie einen Besuch der Schokoladenfarmen oder Schmetterlingshäuser, Wanderungen und Ziplining einplanen kann.

Für Shopaholics

Einen Besuch der 40-000-Einwohnerstadt Otavalo sollte man möglichst am Ende seiner Reise einplanen – hier wird sich der Rucksack in jedem Fall füllen. Vom Wandteppich über die handgewebte Hängematte bis hin zu Schmuck und Kleidungsstücken aus Alpakawolle findet sich auf dem Handwerkermarkt auf dem Plaza de Poncho so ziemlich alles. Auch ein Besuch der Lebensmittel- und Tiermärkte ist lohnenswert. In Otavala leben mehrheitlich Indianer, die in traditionellen Gewändern gekleidet sind, das macht den Ort zusätzlich reizvoll und authentisch. Wer vom Shopping genug hat, kann in den umliegenden Gebirgen wandern.

Für Surfer

Die schönsten Pazifikwellen gibt es wahrscheinlich auf halber Strecke an der Küste: Im Ort Canoa reiht sich nicht umsonst ein Surfer-Hostel ans andere. Liebhaber des Wellensports werden hier schnell auf Gleichgesinnte treffen und es gibt mehrere Bordverleiher im Zentrum. Durch das Erdbeben im Jahr 2016 wurde das Städtchen stark beschädigt und befindet sich gerade im Wiederaufbau. Seinen Charme hat es jedoch nie verloren.

Für Partygänger

In Montañita, fast am Ende der südlichen Pazifikküste, treffen sich vor allem Surfer. Darüber hinaus ist der Ort jedoch für sein für ecuadorianische Verhältnisse ausgesprochen verrücktes Nachtleben bekannt. Es gibt verschiedene Clubs, in denen von Techno über Salsa bis zu Trash alles zu finden ist, Bars und Restaurants und Live-Musik am Strand.

Für Kolonialliebhaber

Cuenca befindet sich im Süden Ecuadors und wird mithin als die schönste Stadt des Landes angesehen. Die einstige Inkametropole zählt heute zum Welterbe der UNESCO und lockt neben zahlreichen kolonialen Bauwerken auch mit französischen Bauten, neoklassischer Architektur, prächtigen Kirchen. In der drittgrößten Stadt Ecuadors werden Reisende auch souvenirfündig: es gibt eine alte Keramiktradition, außerdem werden hier auch die berühmten Panamahüte verkauft. Ebenso beeindruckend ist die Hauptstadt Quito, die nur wenige Kilometer von der Äquatorlinie liegt. Die koloniale Altstadt ist fast 500 alt und ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe.

Für Ruhesuchende

Wer hingegen mal der Hektik des Alltags entfliehen und die Seele baumeln lassen will, dem sei das Fischerdorf Mompiche im Norden Ecuadors ans Herz gelegt. Viel zu tun gibt es nicht, doch die entspannte Lebensweise der Einwohner ist ansteckend. Man genießt die schönen Strände, betrachtet Sonnenuntergänge und lässt es sich in einem der vielen Restaurants gut gehen.

Für Naturfreunde

Die Stadt Banos liegt am Fuß des Tungurahua-Vulkans. Thermalquellen und Wasserfälle bestimmen das Landschaftsbild, rund um Banos lassen sich verschiedeneste Vogelarten entdecken. Die kleine Stadt ist außerdem idealer Ausgangspunkt für einen Dschungeltrip, der keinesfalls fehlen sollte: Die tropischen Wälder Ecuadors weisen weltweit die höchste Biodiversität auf.

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Daten von foursquare

Praktische Tipps für deine Ecuador-Reise

Packliste für einen Ecuador-Urlaub

  • Kleidung für warme und kalte Tage, Wanderschuhe, Regenjacke, Kopfbedeckung, Badesachen
  • Sonnencreme ist in Ecuador extrem teuer, aber unbedingt notwendig – also am besten von zu Hause ein Fläschchen mitbringen!
  • Das lohnt sich im Übrigen auch für tropisches Moskitospray. Die in Ecuador doch sehr aufdringlichen Tierchen sind von den Schutzsprays, die es in ihrem Land gibt, mitunter recht unbeeindruckt
  • Adapter fürs Handyladegerät
  • Wer Tiere beobachten möchte: Fernglas

Beste Reisezeit

Da Ecuador am Äquator liegt, hat es die unterschiedlichsten Klimaausprägungen. Dementsprechend schwer ist es, die ideale Reisezeit zu bestimmen. Es gilt die alte Faustregel: Es gibt kein schlechtes Wetter, aber falsche Kleidung! Im Gebirge wird es mitunter winterlich kalt, in der Pazifikregion ist stets Hochsommer. Im Juli und August wird das Meer zwar kälter, dafür ist es die ideale Zeit, um Wale zu beobachten. Die touristische Hochsaison für das Landesinnere startet im Juni und geht in etwa bis September.

Anreise

Viele internationale Fluggesellschaften fliegen nach Ecuador. Günstige Flüge gibt es zum Beispiel mit Avianca über Madrid.

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