Tipps für's Sonnenbad: Gesund und schnell braun werden

Tipps für's Sonnenbad: Gesund und schnell braun werden

Kennst du deinen Hauttyp? Was bedeutet der UV-Index? Und wer schon braun ist, bekommt keine Sonnenbrand? Wir räumen mit Mythen rund ums Thema Sonnenbaden auf und geben dir Tipps, die zu einer gesunden und schönen Bräune verhelfen. Unser Sommer-Sonne-Strand-FAQ

Ratgeber

Tipps für's Sonnenbad

  • Verwende immer Sonnencreme, diese trägst du mindestens eine halbe Stunde vor dem Sonnenbaden auf und erneuerst sie im zwei Stunden Takt. Bist du empfindlich gegenüber der Sonneneinstrahlung, solltest du diesen Vorgang öfter wiederholen. Und vergiss auch nicht im Nachhinein weiterhin brav deinen Haut mit Sonnencreme zu verwöhnen.
  • Beginne mit kurzen Bräunungsphasen und verlängere diese langsam. Dazwischen hältst du dich im Schatten auf, so dass deiner Haut etwas Ruhe gegönnt wird.
  • Pflege deine Haut vor, sowie nach, dem Sonnenbaden mit einer nährstoffhaltigen Feuchtigkeitscreme
  • Nimm viel Flüssigkeit und auch gesunde Snacks, die viel Beta-Carotin enthalten, zu dir

Außerdem ist es wichtig, die sensibelsten Körperregion vor zu starker Sonne zu schützen. Dazu zählen die Augen, Schultern, Ohren, Lippen sowie Füße, das Dekolleté oder die Brustpartie, der Nacken, Rücken und der Kopf. Wenn du diese Regionen gut eincremst, beziehungsweise bedeckt hältst, vermeidest du einen schmerzhaften sowie bösartigen Sonnenbrand.
Darüber hinaus solltest du, bevor du ausgiebig in der Sonne badest, herausfinden welcher Hauttyp du bist und welchen Lichtschutzfaktor du benötigst. In der Tabelle unten sind die sechs Haupttypen aufgelistet, die dir als Orientierung dienen können. Natürlich gibt es zwischen ihnen Überschneidungen. Daher kann es auch sein, dass du dich nicht für einen Typen entscheiden kannst.

Hauttypen

Typ Haut Haare Augen Hautreaktion Eigenschutzzeit Sonnenschutz
sehr hell, empfindlich, immer Sommersprossen rot/rotblond blau, grün, grau meistens Sonnenbrand max. 10 Min. LSF* 40 oder 50+
hell, meist Sommersprossen blond/braun, hell blau, grau, grün häufig Sonnenbrand, bräunt langsam max. 10 bis 20 Min. LSF 25 bis 40
mittelhell braun braun, blau, grün, grau manchmal Sonnenbrand, einfache, langsame Bräunung max. 20 bis 30 Min. LSF 25
bräunlich, wenig empfindlich dunkelbraun, schwarz braun schnelle, tiefe Bräunung max. 30 bis 45 Min. LSF 10 bis 20
dunkel, wenig empfindlich schwarz braun, schwarz selten Sonnenbrand bis zu 60 Min. LSF 4 bis 8
schwarz/dunkelbraun, wenig empfindlich schwarz braun, schwarz sehr selten Sonnenbrand bis zu 90 Min. LSF 2 bis 4

UV-Indexwerte – Was ist das eigentlich?

Jetzt kennst du deinen Hauttyp und weißt mit welchem Lichtschutzfaktor du dich eincremen solltest. Gut so, doch leider reicht das noch nicht aus, um dich vor einem gefährlichen Sonnenbrand zu schützen. Denn ein weiterer wichtiger Faktor ist die sonnenbrandwirksame Bestrahlungsstärke der Sonne. Diese variiert je nach Ort und Zeit. Das ist der sogenannte UV-Index, welcher sich zwischen den Werten 0 und 11+ bewegen kann. Klingt erstmal kompliziert, ist aber ganz einfach.

Schnell gesagt, je höher der Index, desto höher die Gefahr sich einen schmerzhaften Sonnenbrand zu zuziehen. Das heißt, du brauchst je nach Sonnenstärke weitere Schutzmaßnahmen. Diese wären neben der Sonnencreme: Sonnenbrille, Kopfbedeckung und Bekleidung. Du solltest auch darauf achten, dass du den Lichtschutzfaktor anpasst. Ab einem Indexwert von 6, ist dieser zu verdoppeln. Ein zusätzlicher Tipp: Halte dich bei hohen Werten öfter im Schatten auf. Die Gefahr deine Haut zu schädigen minimiert sich dadurch beträchtlich. Aber keine Angst, du bekommst trotzdem Farbe ab.

Jetzt kommt man zu der Frage, wie man denn den aktuellen Indexwert für seinen Aufenthaltsort wissen soll. Doch auch dieses Problem ist schnell gelöst. Du kannst beim deutschen Wetterdienst nachfragen, dieser informiert dich über den momentanen Index deiner Urlaubsregion.

Und dank dieser kleinen Tabelle, kannst du auch schnell einschätzen, wie viel Schutz du denn jetzt zusätzlich benötigst.

UV-Indexwerte Gefährdung Schutzmaßnahmen
1 – 2 keine bis gering nicht erforderlich
3 – 5 mittel empfehlenswert
6 – 7 hoch erforderlich
8 – 10 sehr hoch unbedingt erforderlich
11 (+) extrem sind ein Muss

Ein paar hilfreiche Taktiken, mit denen du garantiert braun wirst

Je mehr, desto besser: Den ganzen Tag in der Sonne brutzeln

Egal wie sehr du dich nach sommerlicher Bräune sehnst: Diese Taktik bitte nie anwenden! Niemals! Und nein: Ein Sonnenbrand macht dich nicht braun, sondern nur rot. Irrgh!

Stück für Stück: Die Bräunungsphasen steigern

Wer seine Haut schonend bräunen möchte, der sollte sie an die Sonne gewöhnen und ihr viele Erholungspausen gönnen. Achte mit Sonnencreme bewaffnet auf die Signale deiner Haut und dann kannst du deine Sonnenbäder Stück für Stück verlängern. Wenn du merkst, dass deine Haut spannt oder empfindlich gegenüber Berührungen wird, solltest du dich auf jeden Fall in den Schatten begeben, sonst wirst du einen schmerzhaften Sonnenbrand nicht verhindern können.

Der Ort machts: Ein Sonnenbad am See oder am Meer

Am schnellsten wirst du am See, Pool oder Meer braun, da das Wasser die Sonnenstrahlen reflektiert. Also nutze den Spiegeleffekt und rauf auf die Luftmatratze! Auch eine Bootstour zaubert deine Haut im Nu brauner.

Tricks von Oma: Durch Hausmittel schneller zur Sommerbräune

Es gibt auch viele kleine Helferlein, mit denen du schneller zu deinem Wunschteint kommst. Reib dich mit Melkfett, Kokosöl oder Olivenöl ein und raus in die Sonne. Die Fettschicht reflektiert Sonnenstrahlen und du sammelst schneller Farbe. Auf natürliche Weise kannst du deine Bräune auch mit den richtigen Snacks unterstützen: Also beim nächsten Sonnenbad nicht nur viel trinken, sondern auch Obst und Gemüse mit viel Beta-Carotin essen. Besonders viel Beta-Carotin steckt nicht nur in Möhren, sondern auch in Rucola und Feldsalat. Yummy!

Unterstützung aus dem Beautycase: Helferlein für eine schöne Bräune

Auch mit Kosmetik kann man der Sommerbräune auf die Sprünge helfen. Am besten vor dem Sonnenbaden ein Peeling anwenden, so werden alte Hautschuppen entfernt und die Haut wird gleichmäßig braun. Wenn das Wetter mal nicht mitspielt und du trotzdem Bräune möchtest, dann greif zu Selbstbräuner und Bräunungspillen. Die Pillen für die Sommerbräune verstärken die Melanin-Produktion der Haut und verleihen ihr mit Betacarotinen einen bräunlichen Schimmer. Vor UVB-Strahlen ist die Haut jedoch nicht geschützt, deshalb unbedingt mit Sonnencreme eincremen.

Sanft Duschen: Nach dem Sonnenbad ist vor dem Sonnenbad

Das Schlüsselwort für eine langanhaltende Bräune ist Feuchtigkeit: Trage ein bis zwei Stunden vor dem Sonnenbad und auch danach immer reichlich Sonnnencreme auf. Und weil die Haut nach dem Bräunen so super pflegebedürftig ist, besser nicht zu heiß duschen und auf Seife verzichten. Dafür lieber mit Duschcremes oder -ölen baden, diese sorgen dafür, dass die Haut nicht so schnell abschuppt und die Bräune lange zu sehen ist.

Mythen zum Thema “Braun werden”, die jeder schon einmal gehört hat

“Im Schatten wirst du niemals braun!”

Ganz im Gegenteil: Im Schatten wirst du zwar langsamer braun, dafür aber gesünder und gleichmäßiger. Ausnahme: Du befindest dich im Schatten von zwei hohen Hauswänden — wo überhaupt kein Lichtstrahl hinfällt. Dort kannst du auch nicht braun werden. –

“Bräune dich im Solarium vor und du kriegst im Sommerurlaub keinen Sonnenbrand!”

Wer vor dem Urlaub das Solarium aufsucht, der liegt zwar schon hübsch braun am Strand, bereitet jedoch seine Haut nur optisch auf die Sonne vor. Im Solarium kommt nur UV-A-Strahlung zum Einsatz, der hauteigene Schutz wird jedoch erst bei der sonneneigenen UV-B-Strahlung aktiviert.

“Bei Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 kannst du die Sommerbräune vergessen!”

Unsinn! Eine Creme mit hohem Lichtschutzfaktor schützt dich nicht nur gut, sondern verleiht dir eine länger anhaltende Sommerbräune, da die Haut so auch in den tieferliegenden Hautschichten Melanin bildet. Allerdings dauert es ein bisschen länger.

“Wenn du genug Sonnencreme dabei hast, kannst du den ganzen Tag in der Sonne bleiben!”

Das ist leider zu kurz gedacht, denn Sonnencreme verlängert zwar den eigenen Schutzfaktor der Haut, jedoch nicht bis zur Unendlichkeit. Kleines Rechenspielchen: Wer 30 Minuten Eigenschutz hat und fleißig Sonnecreme mit Lichtschutzfaktor 10 aufträgt, der verlängert den Hautschutz um 300 Minuten. Das heißt aber noch nicht, dass es reicht, sich ein einziges Mal einzucremen. Die Haut braucht regelmäßig Nachschub, sonst hältst du es nicht so lange aus. Danach ist dann Schluss mit lustig und die UV-Strahlung schädigt die Haut.

“Auf dem Volleyballfeld wirst du schneller braun als auf der Sonnenliege!”

Egal ob du dich nun den ganzen Tag auf dem Strandtuch räkelst oder sportlich bist — du wirst nicht schneller braun, weil du dich aktiv betätigst. Durch die Bewegung wirst du jedoch gleichmäßiger braun.

“Wenn du braun genug bist, kannst du die Sonnencreme links liegen lassen!”

Auch wenn deine Haut schon gebräunt ist, der Eigenschutzfaktor hat sich nicht geändert. Der Lichtschutzfaktor kann zwar reduziert werden, aber auf keinen Fall bist du durch die Bräune vor einem Sonnenbrand gefeit.

“Durch die Fensterscheibe kann man nicht braun werden!”

Die gute Nachricht für alle, die nicht in der Sonne sitzen können, sondern auf dem Bürostuhl hocken: Wenn du einen Fensterplatz hast, kannst du auch hier braun werden. Aber hier solltest du dich ebenfalls mit Sonnencreme vor der Sonne schützen.

Natürliche Alternativen & Tipps, um auf gesunde Art und Weise braun zu werden

Gesundheitsgefährdung durch Sonnenschutzmittel?

Die Sonnencreme ist während der Sommermonate dein ständiger Begleiter. Ob am See, in der Heimat oder während des sommerlichen Badeurlaubs im Ausland, der Sonnenschutz darf auf keinen Fall zu kurz kommen, da sind sich alle einig. Umstritten sind hingegen die Inhaltsstoffe der herkömmlichen Sonnencremes, die in den gängigen Drogeriemärkten zu kaufen sind. Studien haben ergeben, dass diese gesundheitsschädliche Chemikalien enthalten, die über die Poren deiner Haut aufgenommen werden und so in den Organismus gelangen, wo sie die Entgiftungsorgane schädigen. Forschungen zufolge, erhöhen besagte Chemikalien sogar das Hautkrebsrisiko, obwohl du genau diese Gefahr, durch das Auftragen der Creme, ja eigentlich umgehen möchtest.

Natürliche Alternativen für Sonnenanbeter

Doch bedeutet das, dass du weder mit, noch ohne Sonnencreme unbeschadet die Sonne genießen kannst? Zum Glück nicht, denn es gibt natürliche Alternativen zu den chemischen Sonnenschutzmitteln, die deine Haut gegen UV-Strahlen schützen und auch für den gesundheitsbewussten Sonnenanbeter geeignet sind. Natürliche pflanzliche Öle eignen sich beispielsweise nicht nur zum Kochen, sondern auch für die Hautpflege. Sie besitzen einen natürlichen UV-Filter und versorgen deine Haut gleichzeitig mit wertvollen Fettsäuren und antioxidativem Vitamin E. Geeignet sind zum Beispiel Sesamöl, Kokosöl, Jojobaöl und Hanföl. Zu beachten ist jedoch, dass der Lichtschutzfaktor der Öle deutlich geringer ist, als der von herkömmlichen Sonnencremes und dieser damit vor allem bei blasser Haut meistens nicht ausreicht. Kokosöl hat beispielsweise einen Lichtschutzfaktor von acht bis zehn.

Einfach selber machen

Wenn du dich also nicht auf den Schutz eines einzelnen Öls verlassen möchtest, kannst du entweder auf Naturkosmetik-Sonnencremes zurückgreifen, oder selbst eine gesunde und gleichzeitig wirksame Sonnencreme zusammenstellen. Neben den pflanzlichen Ölen wird Zinkoxid als mineralischer UV-Blocker hinzugefügt. Die Dosierung erfolgt je nach gewünschtem Lichtschutzfaktor, der erreicht werden soll. Ein passendes Rezept findest du zum Beispiel beim Zentrum der Gesundheit.

Wirksamkeit und Verträglichkeit im Test

Bei der Suche nach der geeigneten Sonnencreme können dir Testberichte im Internet helfen. Die getesteten Sonnenschutzmittel werden nicht nur in Bezug auf ihre Wirksamkeit überprüft, sondern auch hinsichtlich ihrer Verträglichkeit. ÖKO-TEST empfiehlt beispielsweise schon seit mehreren Jahren Sonnencremes mit mineralischen UV-Filtern und auch im Sonnencreme Test 2016 spielte die Unbedenklichkeit der Inhaltsstoffe eine entscheidende Rolle.

Bei allen Gedanken um die perfekte Sommerbräune, solltest du jedoch nicht den Sommerspaß außer Augen lassen! Und auch wenn du zu den Hauttypen gehörst, die nicht schnell braun werden: Mach dir nichts draus! Schneewittchen war weiß wie Schnee und trotzdem noch die Schönste im ganzen Lande!

2 Kommentare

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  • S
    Stefan
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    Hallo, meine Bart ist rot, meine Haare dunkelblond und meine Augenfarbe braun. Was für ein Hauttyp bin ich jetzt?


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  • D
    Daniel
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    Hey Stefan, die Tabelle ist natürlich nur ein Richtwert, da jeder Mensch unterschiedlich ist. Am besten wendest du dich an den Hautarzt deines Vertrauens. Im Zweifel lieber etwas zu viel als zu wenig Sonnenschutz verwenden 😎


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