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Mit dem Zug von Seattle nach Los Angeles

Mit dem Zug von Seattle nach Los Angeles

Mit heruntergelassenen Fenstern und ebenso heruntergelassener Kinnlade steuerten wir unseren Mietwagen den Highway 101 an der Westküste der USA entlang. Die Küste bei Big Sur, der ewig breite Strand in Santa Monica, die Golden Gate Bridge: das war einfach traumhaft. Wir machten Abstecher in die National Parks im Inland und hielten an den urigsten aller Diner. Was für ein Gefühl der Freiheit das war!




Diese Freiheit kannst du aber auch ganz anders erleben. Auch hier ist der Weg an sich schon das Ziel, aber ein anderer: nämlich auf Schienen. Insbesondere wenn du die Städte entlang der nordamerikanischen Westküste besuchen möchtest, ist eine Zugfahrt mit dem Coast Starlight von Amtrak eine hervorragende Alternative. Niemand muss sich hinters Lenkrad setzen und solltest du wider Erwarten nicht gebannt aus dem Fenster schauen, schnackst du ein wenig mit anderen Zugreisenden oder ihr spielt gemeinsam eine Runde Karten, während ihr am Sektglas nippt.


Die einzelnen Reiseziele kannst du je nach Reisedauer und Lust auf die jeweiligen Orte selbst zusammen stellen. Seattle, San Francisco und auch Los Angeles kannst du von Deutschland aus ganz einfach mit AirBerlin erreichen. Im Folgenden kommen ein paar Tipps von mir, was du dir auf der Zug-Route zwischen Seattle und Los Angeles ansehen kannst. Sollte dich dann sofort die Reiselust packen, habe ich am Ende des Artikels ein paar Informationen in Kürze zusammengestellt.

Reisebericht

  • Flug an die Westküste der USA

    AirBerlin

  • Informationen zu den einzelnen Destinationen

    Visit the USA

  • Informationen zum Zug und Buchung

    Amtrak

SEATTLE

Seattle ist die größte Stadt im Nordwesten der USA und nicht nur die Geburtsstadt des Grunge, sondern auch die großer Firmen wie Boeing, Amazon und Starbucks. Es gibt beeindruckende 150 Tage Regen im Jahr, aber Vorsicht: wer einen Schirm trägt, outet sich schnell als Tourist. Von der Stadt aus sieht man (an den nicht regnerischen und diesigen Tagen) den Mount Rainier in den Himmel wachsen. Der sieht so beeindruckend aus, dass man Seattle nicht verlassen sollte, ohne ihm einen kleinen Besuch abzustatten. Für Seattle und einen Ausflug in den Mount Rainier reichen drei Tage.

Tag 1: Seattle Center

Vom Westlake Center in Downtown fährst du mit der Monorail Bahn binnen weniger Minuten zum Seattle Center. Die Bahn wurde für die Expo Ausstellung im Jahre 1962 gebaut und ist an sich schon ein kleines Highlight. Im Seattle Center gibt es verschiedene Parkanlagen, Veranstaltungshallen, Museen und das Wahrzeichen der Stadt: die Space Needle. Wenn du mehrere Tage in Seattle bleibst, empfehle ich dir den CityPass. Das ist ein Rabatt-Pass, mit dem man ordentlich sparen kann. Er kostet 74 USD und bietet Eintritt zu fünf verschiedenen Attraktionen, die sonst einzeln zusammengerechnet 137 USD kosten würden. Den Pass kannst du an allen teilnehmenden Attraktionen kaufen.

Im Seattle Center kannst du eigentlich den ganzen Tag verbringen. Nachdem du dir einen Überblick über die Stadt vom Observation Deck der Space Needle verschafft und dem Mount Rainier (bei guter Sicht) zum Gruß gewunken hast, kannst du dich im Pacific Science Center verausgaben. In diesem Museum gibt es viele Attraktionen zum Mitmachen und Experimentieren.

Nur wenige Schritte vom Pacific Science Center entfernt liegt das Museum of Pop Culture, in dem du alles über Popkultur im Bereich Musik, Film und Kunst erfahren kannst.

Zum Sonnenuntergang oder einfach für ein bisschen frische Luft, fährst du dann mit der Buslinie 2 oder 13 vom Museum of Pop Culture aus zum Kerry Park. Von dort aus hat man einen fantastischen Blick über die Elliot Bucht und die Skyline von Downtown Seattle.

Tag 2: Ein Tagesausflug zum Mount Rainier

Direkt vor den Toren der Stadt liegt der Mount Rainier National Park. Wenn man mit dem Zug reist, ist man nicht so flexibel wie mit dem Auto, aber zum Glück gibt es Firmen wie Tours of Seattle, die Tagestouren ins Umland anbieten.

Der Ausflug beginnt am frühen Morgen, denn die Fahrt zum National Park dauert ungefährt zwei Stunden. Normalerweise kann man zwischendurch immer wieder den Gipfel des Mount Rainier sehen. Der mehr als 4.392m hohe Mount Rainier ist der höchste Berg im Staat Washington. Leider konnten wir ihn auf unserer Tour nicht sehen, weil er sich hinter dicken Nebelschwaden versteckt hat.

Während der Tour schlängelt sich der Bus immer höher die Berge hinauf. Ab und an hält er kurz, damit die Reisenden die Aussicht genießen können. Es gibt mit Nadelwald besäte Berge so weit das Auge reicht. Auf einigen Gipfeln liegt Schnee. An anderen Aussichtspunkten rauschen Wasserfälle die Felsen hinab.

Es geht aufwärts bis zu einem Ort mit dem wunderschönen Namen: Paradise. Hier auf 1.646m Höhe liegt das Besucherzentrum des Mount Rainier. Im Frühjahr und Sommer sind die Wiesen hier oben mit einem bunten Blumenteppich verziert.

Auf dem Rückweg bergab, gibt es noch einen Stopp bei dem Grove of the Patriarchs. In diesem Wald gibt es gigantische Bäume. Vielen von ihnen haben einen Umfang von ungefähr acht Metern, einige messen sogar bis zu 15 Metern. Die Bäume ragen bis in schwindelerregende Höhen. Ein paar von ihnen liegen umgekippt auf dem Boden. Ihre Stämme sind meist breiter als wir groß sind. An einer Stelle des Ohanapecosh Flusses führt der Wanderpfad über eine wackelige Seilbrücke.

Im Anschluss an den Wald der Giganten geht es zurück nach Seattle. Lass dich in China Town absetzen! Hier könntest du noch das Pinball Museum besuchen. Das Bespielen der Automaten ist zwar umsonst, aber leider kostet es 15 USD Eintritt. Man muss also schon großer Pinball Fan sein.

Kostenlosen Eintritt gibt es bei Uwajimaya, einer Art Großmarkt für allerlei asiatischen Kitsch und Essen. Es gibt einige sehr gute Delis hier. Falls dir aber lieber nach einem entspannten Abend im Restaurant ist, kann ich das Purple Dot Café empfehlen.

Tag 3: Am Hafen und unter der Erde

Für mich als großen Food Markt Fan ist der Pike Place Market einer meiner Lieblingsorte in der Stadt. Der Markt liegt etwas oberhalb der Hafenpiers und wurde im Jahre 1907 gegründet. Er ist einer der ältesten Food Märkte des USA und wahnsinnig vielseitig. Es gibt leckere Brötchen mit frisch gegrilltem Lachs, BBQ und sogar Spezialitäten von den Philippinen. Du musst unbedingt einige Minuten am Fischstand verharren, denn die Marktschreier machen hier ordentlich Radau und stimmen immer wieder in brüllenden Singsang ein, während sie riesige Fische von A nach B werfen. Auch in den Gassen um den Pike Place Markt herum gibt es viele Läden mit den unterschiedlichsten Spezialitäten. Vor dem Pike Place Chowder Laden gibt es immer eine lange Schlange. Die Fischsuppe hat sich den Andrang aber auch redlich verdient.

Die Hafenpiers sind nur wenige Schritte vom Pike Place Market entfernt. Von hier aus starten die Hafenrundfahrten, von denen aus man Seattle aus einer anderen Perspektive sehen kann. Mit einem CityPass kannst du eine Hafenrundfahrt der Firma Argosy Cruises mitmachen.

Ebenfalls in Downton liegt die Seattle Public Library, die wegen ihrer Architektur und der roten Etage einen Besuch wert ist. Auf dem Weg dorthin liegt die Post Alley, in der es die berühmte Gum Wall gibt, wo du dich auch mit deinem Kaugummi verewigen kannst.

In Seattle gibt es eine unterirdische Stadt, die man auf Bill Speidel’s Underground Tour besichtigen kann. Die ersten Bewohner Seattles hatten noch kein gut funktionierendes Abwassersystem. Bei Ebbe wurde der Unrat auf das Meer hinaus gezogen, aber bei Flut wurde alles wieder in die Stadt zurück geschwemmt. Damit der ganze Dreck nicht immer die Straßen der Stadt verunreinigt, baute man riesengroße Mauern, die das unreine Wasser abhalten sollten. Später wurde die heutige Stadt auf eben diese Mauern gebaut, so dass es nun eine Art unterirdisches Seattle gibt.

Nach der Untergrund Tour kannst du den Abend ganz in der Nähe in der J&M oder Central Bar ausklingen lassen. Beide Bars gehören zu der ältesten der Stadt.

PORTLAND

Portland is the city, where young people go to retire“, heißt es in der Serie Portlandia. Ja, Portland ist wirklich anders. Portland ist wie Austin weird (so sagen die Einwohner zumindest) und Portland ist grün. Nicht nur in Sachen Tree Hugger und Parks, sondern auch in Sachen Nachhaltigkeit. Und Portland ist verrückt nach gutem Essen. Es gibt unzählige Food Trucks und gute Restaurants. Deswegen gibt es hier ein paar Tipps rund ums Essen und einen Vorschlag für eine Tour ins grüne Portland. Ein bisschen Tree Huggen muss eben doch drin sein!

Essen in Portland

Portland hat über 500 Food Trucks, die sogar eine eigene Webseite haben: Food Carts Portland. Hier bekommst du einen Überblick, wo du welche Trucks anfinden kannst. Häufig gibt es auch Food Truck Ansammlungen wie bei Cartopia (SE 12th and Hawthorne) oder Tidbit (SE 28th Pl and Division).

Frühstück und Brunch
Vor dem Tin Shed Gardencafé ist immer eine lange Schlange. Von der solltest du dich aber nicht abschrecken lassen, denn es geht recht schnell voran. Du trägst deinen Namen in die Warteliste am Empfang ein und kann dich dann in den Warteraum setzen, bis du aufgerufen wirst. Das Restaurant ist sehr hundefreundlich. Ich erinnere mich noch, dass Hank sich vor mir in die Liste eingetragen hat. Nein, sein Herrchen hat Hank in die Liste eingetragen. Hank war ein schnuckeliger kleiner Dackel und als sein Namen aufgerufen wurde, bekam er direkt einen Drink und Leckerlies, bevor das Herrchen überhaupt die Speisekarte bekam. Auf der stehen die typischen warmen, süßen und herzhaften amerikanischen Leckereien: Egg Benedict, Pancakes und es gibt sogar ein Frühstücks-Curry. Brunch gibt es immer bis 15:00 Uhr. Die Portionen sind so groß, dass sie dich ohnehin durch den ganzen Tag bringen.

Wenn dir die Portionen bei Tin Shed zu groß sind, oder du dich einfach nicht entscheiden kannst, ist ein Besuch bei Tasty & Sons eine gute Alternative. Hier gibt es die Brunch Gerichte in Tapas-Größe, so dass du sowohl French Toast, als auch Obstsalat und vielleicht nicht ein keines Sandwich bestellen kannst. Außerdem ist der Laden für seine Bloody Marys bekannt. Als ich dort eines Tages um 11:00 Uhr in der Frühe essen ging, gab es kaum einen Tisch, auf dem kein Bloody Mary stand.

Dinner
Neben der Tatsache, dass das Screen Door das Lieblingsrestaurant der Band Portugal. The Man ist, bekommt du im Screen Door die leckerste Südstaaten Küche. Neben ausgefallen Salaten gibt es frisches Fleisch vom Metzger um die Ecke und leckersten Kuchen zum Dessert. Die Köche im Screen Door legen viel Wert auf lokale Produkte.

Ein absolut cooler Ort ist das Revelry. Hier gibt es moderne koreanische Küche wie zum Beispiel Kimchi Pancakes mit gegrilltem Schweinebauch oder Krebs mit Algen-Nudeln. Nebenher drehen DJs live an den Turntables.

Den besten Hummus und die frischesten orientalischen Speisen gibt es im Tusk.

Weitere interessante Orte
In Old Town Portland gibt es einen der verrücktesten Orte der Stadt: Voodoo Doughnut. Hier gibt es nicht nur prächtig dekorierte Themen-Donuts, nein, man kann sich sogar direkt zwischen den Zuckerbergen vermählen lassen.

Wenn du von Voodoo Doughnuts über die Brücke gen Osten geht, landet ihr im hippen North-East Portland. Hier liegt das Jupiter Hotel. Das ehemalige 50er Jahre Motel wurde in ein modernes Boutique Hotel mit 81 einzigartigen Zimmern verwandelt. Im Foyer und in den Zimmern hängt moderne Kunst. Wenn du dort bist, sieht es wohl schon wieder anders aus, denn die Inhaber sind große Kunst und Möbel-Design Fans und dekorieren ständig um.

Was es aber gewiss noch geben wird, ist das Doug Fir, das direkt nebenan liegt. Hier gibt es zum einen ein sehr gutes Restaurant mit amerikanischen und mexikanischen Speisen und zum anderen auch die Doug Fir Bar und Lounge, in der fast täglich gute Bands spielen.

Für Bücherwürmer gibt es in Portland ein ganz besonderes Paradies: Powell’s Books, den größten, unabhängigen Buchladen der Welt. Er ist mehr als 6.300m² groß und beherbergt mehr als vier Millionen neue, gebrauchte und seltene Bücher, ebenso wie welche, die heutzutage nicht mehr gedruckt werden. Powell’s Book kauft täglich ungefähr 3.000 gebrauchte Bücher.

Eine Tour durch das grüne Portland

Ich bin ein großer Fahrrad-Fan und leihe mir, wo immer möglich, ein Rad. In Portland kannst du dir an vielen Orten ein Fahrrad leihen. Solltest du dich für das Jupiter Hotel entschieden haben, kannst du direkt vor Ort ein Fahrrad leihen (und die sehen sogar noch richtig schick dabei aus). Falls du aber lieber zu Fuß unterwegs bist, ist das natürlich auch kein Problem. Durchatmen im Wald geht so oder so!

Im Westen von Portland hinter den Kings Heights beginnt der Forest Park, der sich mehr als elf Kilometer entlang der Tualatin Mountains erstreckt. Es gibt verschiedene Wander- und Radwege. Da einige Wege nicht befestigt sind, können sie bei Regen ziemlich matschig werden. Auf dieses Landkarte kannst du auf die blauen Pins klicken, um zu gucken, wie die Wege gerade beschaffen sind: Forest Park Trailheads.

In dem Park fährst du durch dichten, meist mist moosbedecktem Wald. Wenn du einen der etwas höher gelegenen Wege wählst, hast du einen wunderbaren Ausblick auf Portland und den Willamette River. Wenn du den Radweg am Balch Creek entlang wählst, gelangst du zu einer kleinen Ruine. Das Mitte des 18. Jahrhunderts erbaute Haus diente zuerst als Unterkunft für einen Angestellten der Balch Familie, der das Land seinerzeit gehörte. Dessen Sohn und die Tochter der Balches verliebten sich ineinander, jedoch willigten die Eltern nicht in eine Hochzeit ein. So floh das Liebespaar. Als es sie eines Tages jedoch zu dem Häuschen zurückkamen, erschoss Vater Balch den Stump Sohn und wurde daraufhin verhaftet. Balch gelang eine kurzzeitige Flucht aus dem Gefängnis, die ihn aber später das Leben bei der ersten Exekution der Geschichte in Oregon kostetet. Daraufhin wurde das Haus immer wieder in verschiedene Hände weitergegeben, bis es schließlich niemand mehr haben wollte und verfiel.

SAN FRANCISCO

Falls du deine Reise auf die kürzere Route zwischen San Francisco und Los Angeles beschränken möchtest, erreichst du San Francisco mit AirBerlin von Berlin aus zum Beispiel ebenfalls mit nur einem Zwischenstopp in Chicago. Nach Los Angeles kannst du von Düsseldorf aus sogar non stop fliegen.

Ich liebe San Francisco. Ich könnte hier vermutlich wochenlang bleiben und würde täglich etwas neues spannendes entdecken. Da du aber sicher auch nicht alle Zeit der Welt hast, werde ich mich auf einen Tag an der Bucht und einen Spaziergang durch die coolsten Viertel der Stadt konzentrieren.

In San Francisco gibt es wie auch in Seattle einen CityPass. Der lohnt sich hier erst recht, weil man mit ihm sieben Tage lang die öffentlichen Verkehrsmittel umsonst nutzen kann. Es gibt aber in San Francisco noch eine weitere Rabatt-Karte, die Go Card. Schau’ einfach, welche Karte sich am besten für deinen Aufenthalt eignet.

Die Golden Gate Bridge, Seelöwen und Spielautomaten

Eine der beliebtesten Ecken für Touristen sind die Piers und die Fisherman’s Wharf. Das klingt erstmal abschreckend, aber wie immer gilt: mach’ das beste draus. Für einen Tag an der San Francisco Bucht, startest du am besten ganz am Anfang der Piers am Hafen, im Ferry Building. Dort drin gibt es zahlreiche Cafés und Restaurants. Es gibt viele Läden mit lokalen Produkten und schnuckelige Bäckereien, die sich perfekt für ein leckeres Frühstück eignen.

Danach schlenderst du die Piers entlang, bis zum berühmten Pier 39. Hier ist meistens ordentlich was los. Es gibt Restaurant, Bars, Mode- und Souvenirshops. Oben, im ersten Stock der Bretterbauten befindet sich das California Welcome Center, falls du noch Fragen rund um San Francisco habt, oder: falls du dein Gepäck abgeben möchtest. Der Bustransfer vom Amtrak erreicht nämlich früh morgens San Francisco, meist zu früh, um schon im Hotel einzuchecken. Im Welcome Center könntest du für 5 USD dein Gepäck lagern, so lange du noch durch die Stadt ziehst. Die eigentlichen Stars am Pier 39 sind die Seehunde. Sie sind ein bisschen versteckt, auf der linken Seite des Piers, wo sie vor sich hin stinken und quieken. Rund um den Pier 39 liegen auf die Anlegestellen für die Bootstouren durch die Bucht und nach Alcatraz. Wenn du einen der Citypässe hast, willst du hier bestimmt an Board gehen.

Wenn du die Piers nun weiter entlang gehst, gelangst du zur Fisherman’s Wharf. Aber vorher, machst du einen kleinen Abstecher in das Musée Mecanique machen. Der Eintritt zu diesem Spielautomaten-Museum ist kostenlos, aber du solltest ein paar Quarter Münzen in der Tasche haben. In dem Museum stehen teilweise hunderte Jahre Alte Spielautomaten, an denen kann man nicht so einfach vorbei gehen. Ich habe zum Beispiel eine Münze in einen klapprigen Holzautomaten mit Gucklöchern geworfen, weil man dort sehen konnte, was eine Bauchtänzerin in ihrer Freizeit macht. Ich verrate nichts!

An der Fisherman’s Wharf angekommen, kannst du dich mit einem Fischbrötchen stärken, bevor du dir ein Fahrrad ausleihst. Es gibt mehrere Anbieter hier. Die Preise weichen kaum voneinander ab. Mit dem Fahrrad fährst du am Wasser entlang bis zur Golden Gate Bridge und dann auf die Brücke rauf, bis ganz drüber. Auf der anderen Seite der Brücke führt eine steile Straße den Berg hinab. Wenn du dieser folgst, landest du in dem hübschen Fischerdorf Sausalito. Hier legt die Fähre ab, die dich an der Gefängnisinsel Alcatraz zurück zur Fisherman’s Wharf bringt.

Zu Fuss durch die coolen Viertel von San Francisco

Zieh’ dir bequeme Schuhe an und erkunde die coolen Stadtteile der Stadt per Pedes.

Deinen Tag könntest du in Noe Valley bei Bernie’s mit einem Kaffe oder Matcha-Latte und einem frischen Croissant beginnen. Wenn du danach die 24. Straße entlang schlenderst, kommst du an vielen kleinen schönen Boutiquen und auch Restaurants vorbei, die du bestimmt später besuchen möchtest.

Da Croissants nicht allzu lange vorhalten, machst du dich dann auf den Weg in die Mission. Da sich hier viele Mexikaner niedergelassen haben, gibt es hier die beste mexikanische Küche. ich kann dir die [La Taqueria](https://www.facebook.com/LaTaqSF/ ) empfehlen. Vielleicht bist du die einzige Person, die englisch spricht. Gut gestärkt, kannst du die Mission Street bis zur 20. Straße weiter entlang laufen. Dort biegst du links ab und gelangst nach ungefähr 5 Blocks zum Mission Dolores Park. Hier kannst du dich einfach ins Gras werfen und die Menschen um dich herum beobachten. Oftmals sind ein paar sehr wundersame Gestalten dabei.

Vom Mission Dolores Park gehst du die 19. Straße Richtung Westen weiter bis zur Castro Street, in du rechts einbiegst. Castro ist das Schwulen- und Lesbenviertel von San Francisco. Hier gibt es viele Bars und bunte Läden. Wenn du die 19. Straße immer weiter entlang gehst, merkt du schon, dass es etwas hügeliger wird. Du hast nun die Wahl: entweder gehst du geradeaus weiter b is zur Haight Street, oder du biegst an der Duboce Avenue ab, um den Berg zum Buena Vista Park hinauf zu kraxeln. Wie der Name erraten lässt, hat man von hier oben einen einzigartigen Blick über die Stadt.

Den Park verlässt du dann auf der Haight Street, die du gen Westen entlang gehst. Das Viertel Haight Ashbury ist das Hippie Viertel der Stadt. Hier gibt es neben allerlei Schmuck- und Design-Läden viele Vintage Geschäfte, manche mit wahnsinnig psychedelischen Batikshirts im Fenster. Wenn du die Haight Street ganz bis zum Ende durch gehst und die Straße überquerst, landest du am Anfang des Golden Gate Parks. Wenn du hier durch die Unterführung gehst und geradeaus weiter, steht auf einer großen Rasenfläche vor einem kleinen Hügel, dem Hippie Hill, und rechts von einem Kinderspielplatz, ein uriger Baum. Das ist er! Der Baum unter dem Janis Joplin und ihre Freunde immer musizierten.

SANTA BARBARA

Eine wunderschöne kleine Küstenstadt am Pazifik ist Santa Barbara. Hier lohnt es sich wirklich einen Zwischenstopp einzulegen. Der Zug kommt abends in Santa Barbara an, so dass du noch genug Zeit hast, dir eines der vielen Restaurants im schnuckligen Downtown an der State Street für’s Dinner auszusuchen.

Am nächsten Tag schlüpfst du entweder wieder in bequeme Schuhe oder mietest dir ein Fahrrad. Es liegen gute 10 Kilometer Weg vor dir.

Den Tag beginnst du taufrisch am Meer auf der Stearns Wharf. Von hier aus geht es die State Street entlang bis du rechts in die El Los Olivs Street einbiegst. Nach vier Blocks siehst du auf der linken Seite die wunderschöne Old Mission. Die im Jahr 1786 eröffnete Mission ist sehr gut erhalten und beherbergt wunderschöne Gärten. Eine Tour lohnt sich definitiv.

Von der Mission aus geht es zunächst die Laguna und dann die Olive Street Richtung Meer zurück. Allerdings solltest du dringend, du hast vermutlich Hunger, links in die E E Della Guerra Street einbiegen. Nach 3 Blocks geht es dann rechts in die N Milpas Street, wo nach ein paar Minuten auf der linken Seite, Ecke Alphonse Street die kleine Bretterbude der La Super-Rica Taqueria steht. Sie wirkt eigentlich recht unscheinbar, wären da nicht die Menschenmassen, die in einer langen Schlange darauf warten, ihre Lieblingsspeisen zu bestellen. Hier gibt es wirklich das beste mexikanische Essen, was ich je gegessen habe.

LOS ANGELES

Die Stadt der Engel und Hollywood-Stars ist sicherlich ein Highlight auf der Reise, aber zugegeben auch recht schwer ohne Auto zu besichtigen. Solltest du dir aus Bequemlichkeit ein Auto mieten, kannst du in diesem Artikel eine Route mit den Highlights an einem Tag finden.

Falls du nicht extra ein Auto mieten möchtest, kannst du aber auch einige Highlights mit dem öffentlichen Verkehrsmitteln besuchen. Das habe ich während meiner Zugreise auch gemacht. Ich muss aber zugeben, dass mir das Warten auf den Bus das eine oder andere graue Haar beschert hat. Von Downtown kannst du den Strand in Santa Monica zum Beispiel mit der Metro erreichen, was aber auch ungefähr anderthalb Stunden dauert. Das beste wird sein, wenn du dir die Uber App runterlädst und einige Strecken mit dem Fahrdienst fährst.

Als Tourist in Los Angeles will man natürlich ein Foto mit seinem liebsten Sternchen haben. Du könntest also direkt morgens beim Walk of Fame auf dem Hollywood Boulevard starten. Dann ist es auch noch nicht ganz so voll. Danach gehst du entweder die 2,3 Kilometer südlich zur Melrose Avenue, oder du hüpfst für 4-7 USD in ein Uber. Hier sind Jungdesigner, Second Hand Läden und beliebte Kaufhäuser wie Urban Outfitters zu Hause. In den Vintage Läden lassen sich oft die kuriosesten Dinge entdecken. Da shoppen hungrig macht, würde ich dich als nächstes zu meinem allerliebsten Schlemmerparadies in Los Angeles schicken: dem Farmer’s Market. Der liegt knapp drei Geh-Kilometer oder 4-6 Uber USD entfernt. Hier bleibt kein Schleckermaul-Wunsch offen. Man kann sich um die ganze Welt futtern: Karibisch, asiatisch, afrikanisch, beste Burger und vieles mehr. Ich kann dir das brasilianische BBQ von Pampas Grill empfehlen, wo du dich beim kalten und warmen Buffet nach Herzenslust bedienen kannst und dir zum Schluss das Fleisch aussuchst, was dir dann frisch auf den Teller geschnitten wird. Direkt gegenüber haben die Mädels von Zia Valentina ihren Stand. Hier gibt es Kaffeespezialitäten in einem Waffel-Schoko Becher. Ich habe direkt eine Waffel mit Vanilleeis und Espresso genommen. Unglaublich lecker!

Mit leckerem Essen im Magen, fällt einem das Denken doch gleich viel leichter, denn jetzt musst du eine Entscheidung treffen. Der Nachmittag ist für den Strand reserviert. Vom Farmer’s Market aus, hast du die Option, zunächst Ecke Fairfax Avenue und 3rd Street in den 217 Bus bis Ecke Jefferson und La Cienega zu springen. Dort steigst du in die Metro um und nimmst die blauen Linie bis Downtown Santa Monica. Das dauert insgesamt ungefähr anderthalb Stunden. Die andere Variante wäre wieder ein Uber. Das würde dich 7-16 USD, aber dafür nur eine halbe Stunde kosten.

In Santa Monica sind es nur wenige Gehminuten von der Metro Haltestelle bis zum berühmten Santa Monica Pier. Vom Pier aus hat man einen fantastischen Blick die Küste entlang. Unterhalb des Piers geht es dann am Strand entlang zum Venice Beach, wo es ein bisschen verrückter zugeht. Venice Beach ist einer meiner absoluten Lieblings-Orte in Los Angeles. Ich könnte stundenlang an der Promenade sitzen und die Menschen beobachten. Hippies verkaufen Kunst, Hunde fahren auf Skateboards vorbei (ja, wirklich!) und überall gibt es Arztpraxen, die „medizinisches Kraut“ verkaufen. Am Ende des Venice Beach befindet sich auch der Muscle Beach. Ein Outdoor Fitnessbereich, in dem sich Muskelprotze aus aller Welt treffen, um ihren gestählten Körper der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Hier unten am Strand kannst du dir an einem der zahlreichen Fressbuden Proviant kaufen und die Sonne über dem Meer untergehen sehen. Schon verrückt, dass es fast einfacher ist mit AirBerlin non stop zurück nach Deutschland zu fliegen, als sich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in der Stadt der Engel zurecht zu finden.

HILFREICHE LINKS FÜR DEINE ZUGREISE IN KÜRZE

  • Anreise aus Deutschland and die Westküste: AirBerlin
  • Sämtliche Informationen zu einzelnen Zielen in den USA: Visit the USA
  • Informationen und Fahrpläne zum Zug: Amtrak
  • Ausführliche Informationen zur Zugstecke: Coastal Starlight Guide
  • Rabattpässe gibt es für Seattle und San Francisco: CityPass
  • Günstigere Alternativen zum Taxi in den USA, jeweils per App zu laden: Uber (beliebtester Fahrdienst), Lyft (sogar noch etwas günstiger als Uber). Tipp: in den meisten Städten werden Pool-Fahrten angeboten. Das bedeutet, falls Leute auf der Strecke, die du gebucht hast ebenfalls einen Wagen bestellen, teilt ihr euch den Fahrpreis.

Diese Artikel entstand in Zusammenarbeit mit AirBerlin und BrandUSA.

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