Tipps für deine Israel-Rundreise mit dem Mietwagen

Tipps für deine Israel-Rundreise mit dem Mietwagen

Du planst eine Israel-Rundreise? Christina hat das Land mit dem Mietwagen bereist und gibt dir zehn Insider Tipps, worauf du achten solltest und welche Ziele auf keinen Fall auf deiner Reiseliste fehlen dürfen. Unser Israel-Ratgeber

Ratgeber

Offen sein

Das Wichtigste für eine Israelreise ist sicherlich die Bereitschaft ein Land, von dem man schon viel gehört hat, neu zu betrachten und kennen zu lernen.
Dabei ist es sicher hilfreich sich auf die Vielfalt einzulassen, die das Land in allen Bereichen bietet. Erst dann kann man erahnen was Israel wirklich ist und was dieses Land ausmacht.

Buche einen Mietwagen

Ich bin echt ein Fan davon, sich einen Mietwagen zu buchen, da man so wirklich gut und individuell herumfahren kann. Viele historische Plätze sind überhaupt auch nur mit dem Mietwagen zu erreichen, weshalb ich es dringend empfehle.

Vermeide im Westjordanland zu fahren

Das Einzige, was wir uns nicht getraut haben, ist mit dem Mietauto ins Westjordanland zu fahren. Das ist auch nicht erlaubt laut dem Mietvertrag des Autos und zwar bei allen Autovermietern. Lediglich einige wenige Straßen im Westjordanland sind davon ausgenommen, um beispielsweise vom Norden und dem Lake Tiberias (See Genezareth) zum Toten Meer zu gelangen und danach weiter in den Süden. Prinzipiell gibt es aber auch gute Busverbindungen, um etwa von Jerusalem nach Bethlehem im Westjordanland zu gelangen.

Besuche Eilat am Roten Meer

Eilat im Süden am Roten Meer ist für alle Taucher sehr spannend. Aber auch alle möglichen anderen Wassersportarten werden dort angeboten. Wir haben uns ein Kanu gemietet und sind damit in der Bucht herumgefahren, wobei wir die Strömungen ein bisschen unterschätzt haben. Also lieber nicht zu weit hinaus fahren…

Besuche das Weltkulturerbe Petra in Jordanien

Eilat eignet sich auch als Ausgangspunkt für eine Drei-Tages-Tour ins benachbarte Jordanien und dem weltbekannten Petra. Allerdings sollte man das vielleicht vorher planen. Wenn man erst vor Ort sich dazu entschließt, sollte man damit rechnen, dass man ein bis zwei Tage Vorlauf benötigt, bevor man dann die Genehmigung hat, erstens aus Israel für diesen Kurztrip auszureisen, und zweitens, dann auch wieder einreisen zu können. Die Angebote für diese Petra-Tour nach Jordanien waren mit 60-90 Euro für drei Tage echt preiswert, aber bei uns ging es sich einfach zeitlich nicht mehr aus.

Nimm dir zwei, besser drei Wochen Zeit

Zum Faktor Reisedauer: Zwei Wochen wäre möglich, drei Wochen ist ideal, aber um wirklich alles zu sehen kommt man am besten ein zweites Mal oder bleibt noch länger. Ich weiß, drei Wochen ist ja eigentlich schon echt lange und die Landesfläche von Israel ist in etwa die von Österreich, also doch überschaubar. Aber in Israel stolpert man im wahrsten Sinne des Wortes von einer antiken Stadt zur nächsten und wenn man nicht aufpasst könnte man vermutlich noch selbst etwas Neues entdecken oder helfen längst vergessene Ruinen fertig auszugraben.

Probiere unterschiedliches Essen aus

In meinem Reisebericht zu meiner Rundreise durch Israel habe ich ein bisschen die Kulinarik außen vorgelassen, weil um Ostern und dem jüdischen Passah Fest viele Lebensmittel nur schwer bis gar nicht erhältlich sind: Fleisch, Fisch und wichtiger noch Brot, Reis, Kartoffeln, Getreide aller Art, im Prinzip alles bis auf Mazze Brot, Gemüse und Obst ist tabu. Prinzipiell aber ist die Küche in Israel, auch dadurch, dass es kulturell so vielseitig ist, einfach bezaubernd. Schließlich streiten sich hier sowohl die jüdische, wie auch die palästinensische Seite darum, wer den Humus erfunden hat! Das gipfelt dann in eleganten Gaumenfreuden!

Übernachte in einem Kibbuz und einem Moschaw

Wenn es geht empfehle ich einen Kibbuz und einen Moschaw zu besichtigen und sich dort eine Unterkunft zu mieten. In jedem Kibbuz befinden sich Ferienunterkünfte und man kann mit dem Auto einfach hineinfahren. Sowohl Kibbuz als auch Moschaw sind durch einen Schranken abgeriegelt, wo ein Pförtner sitzt, oder man per Video und Fernsprechanlage mit einer Person verbunden wird, die dann den Schranken bedient. Im Prinzip sind es einfach Dörfer die speziell zugangsbeschränkt sind. Wenn man gefragt wird was man hier möchte, einfach sagen, man ist Tourist und möchte den Kibbuz besichtigen. Meistens gibt es ein Visitor Center, wo man mehr über den konkreten Kibbuz erfahren kann. Im Norden allerdings waren einige Kibbuze die vor allem zu Ferienhotels umgebaut worden sind. Ein Zimmer haben wir dort keines bekommen, dass liegt auch daran, dass rund um Passah, auch in Israel Ferien sind und daher die Zimmersuche grundsätzlich nicht so leicht ist. Die Quartierpreise sind leider auch nicht immer ganz so günstig wie man es sich erhofft, vor allem im Kibbuz war es uns immer zu teuer. Das liegt daran, dass das dann auch oft richtige Ferienparks sind, mit Wasserrutschen und allem drum herum, die mitunter auch fünf Sterne Hotels beinhalten…

Besuche die Stadt Arad

Aber mit ein bisschen Planung lassen sich auch immer günstige Privatzimmer oder preiswerte Hotels und Guesthouses finden. Ein wirklicher Tipp ist die Stadt Arad in der Nähe des Toten Meeres und auf halben Weg in den Süden. Sie ist geografisch gut gelegen, sodass wir hier zweimal übernachtet haben. Einmal auf den Weg in den Süden runter nach Eilat und einmal auf der Rückfahrt. Ein weiterer guter Ausgangspunkt ist z.B. der kleine Moschaw Arbel, der in kurzer Entfernung vom Lake Tiberias gelegen ist. In Arbel gibt es nette Privatunterkünfte und wenn man Glück hat, kann man in einem Bunker schlafen, das war ein echtes Erlebnis und der Bunker war sogar noch günstiger als die normalen Apartmenthäuschen die es dort gab!

Besuche das Karmel Gebirge und die Golanhöhen

Ich empfehle, auch einmal in ein Drusen-Dorf z.B. im Karmel Gebirge zu fahren. Die Drusen leben von Landwirtschaft und den wenigen verirrten Touristen. Wir haben dort schöne Glaskugeln gekauft. In den Golanhöhen gibt es noch mehr Drusen und eine richtige Stadt, aber irgendwie haben wir uns dort nicht ganz so wohl gefühlt. Die Grenze dort ist zu Syrien und die Drusen leben teilweise grenzüberschreitend. Wir hatten das Gefühl, dass das ganze Dorf unsere Ankunft irgendwie wahrgenommen hat und man jeden unserer Schritte z.B. in eine Bäckerei um leckere Nachspeisen zu kaufen ein bisschen skeptisch und misstrauisch beobachtete. Drum sind wir dann relativ rasch weitergefahren. Es kommt halt nicht so oft vor, dass sich Touristen zu ihnen verirren, obwohl es nicht verboten oder gefährlich ist, diese Minderheit zu besuchen, zumindest hätten wir nichts davon gehört.

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