Reisterassen

Mit glasigen Augen in Sapa, Nord-Vietnam

Mit glasigen Augen in Sapa, Nord-Vietnam

Es ist einer dieser Orte, an denen ich ein Stück Herz gelassen habe.

Vor meiner ersten Vietnam-Reise hatte ich recherchiert, was ich alles unbedingt sehen wollte: die Ha Long Bucht, das Mekong Delta, ein bisschen Strand. Über die Provinz Sapa im Norden des Landes hatte ich auch gelesen. Es hörte sich unglaublich interessant an: Reisterrassen, traditionelle Bergvölker, unvergessliche Ausblicke. Dennoch stand Sapa nicht ganz oben auf meiner Wunschliste.

Fotosafari

Der Norden, ist eine Reise wert

Nun kam es aber so, dass wir uns in einem Gästehaus in Hanoi die perfekte Rundreise für die ersten anderthalb Wochen Urlaub zusammengestellt hatten; diese beinhtaltete auch den Besuch von Sapa.

Woran ich mich erinnern kann: Es war wahnsinnig kalt (nachts um den Gefrierpunkt), nebelig und feucht. Die Landschaft bekam dadurch einen ganz mystischen Touch.
Woran ich mich immer wieder erinnere: Die Menschen, die fremde, so (für mich) neuartige Atmosphäre und unsere kleine Tourguide Lady Lan, die mit uns durch den Nebel gewatet ist. Mit ihrem Lachen hat sie uns die Wärme in die Herzen zurück gekichert. Sie erzählte uns Geschichten über das Leben der Hmong (ihrem Stamm) und hakte sich immer freundschaftlich bei meiner Freundin Anke und mir ein.

Auf meiner jetzigen Reise wusste ich, dass ich unbedingt nach Sapa zurückkehren möchte. Und ich wollte Lan, die kleine Grinsebacke, finden. Ich nahm die Fotos von damals mit und hatte schon geplant, mit meinem Handy über den Markt zu tingeln, um nach ihr zu suchen. Doch dann kam alles ganz anders! Diese Geschichte braucht mehr Worte, aber Bilder von Sapa – dieses Mal in strahlendem Sonnenschein – möchte ich euch jetzt schon zeigen.

Falls ihr eine Reise nach Vietnam plant: bitte, lasst den Norden nicht aus!

In den Reisterassen

Wer glaubt, wir wandern nur Straßen oder ebene Wege entlang, irrt: Es geht steile Pfade auf und wieder ab. Manchmal spazieren wir auch auf der Kante der Reisterassen. Wie das bei Regenwetter gehen soll, frage ich mich bis heute. Da braucht man vermutlich Spikes an den Schuhen. Und Mut.

In Sapa wird nur ein Mal im Jahr Reis geerntet, im September. Im Mai wird er angepflanzt. Ich kann mir kaum ausmalen, in wie vielen verschiedenen Grün-Farben die Berge dann funkeln müssen. Sogar jetzt in der Trockenzeit ist das Farbspiel von grün bis teilweise rot unheimlich schön anzusehen.

Auch wenn das offizielle Datum bereits ein paar Tage her ist, wird noch Sticky Rice gekocht. Den isst man nämlich an Neujahr – es bringt Glück. Die Köchin dieser Spezialität ist die Mutter von Lan, die ich auch bereits auf meiner ersten Reise kennenlernen durfte. Ich kann man Glück kaum fassen, dass ich die beiden wiedersehen darf.

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